Was ist ein Barebone-PC

Die technische Vielfalt im PC-Bereich hat inzwischen eine solche Giganterie erreicht, dass handelsübliche Standardprodukte schon lange nicht mehr für alle Nutzer geeignet sind. Grund hierfür sind unterschiedliche Arbeitsfelder, die von einem PC schon innerhalb der Hardwarekomponenten ihrer exakten Differenzierung erfordern. Deshalb möchte sich der einzelne Anwender bereits bei der Anschaffung eines Computers eine eigene Wunschkonfiguration zusammenstellen.

In Fachkreisen wird hierfür ein Barebone-PC angeboten, der zumeist nur aus einem Gehäuse, einem Prozessorkühler, einem Netzteil sowie einem Mainboard besteht. Im Anschluss können die sonst noch notwendigen Hardwareteile, die für eine volle Funktionsfähigkeit des PCs gebraucht werden, einzeln erworben und eingebaut werden. Wichtig sind dabei in der Regel deren explizite Ausführungen bzw. Leistungskapazitäten.

Hierunter fallen unter anderem der Prozessor, der Arbeitsspeicher (RAM), die Laufwerke und der Brenner, die interne Festplatte, die Grafikkarte, usw. Weitgehend können auch externe Module dazu kategorisiert werden, wie z.B. eine externe Festplatte, ein Modem oder WLAN-Router, verschiedene USB-Sticks, etc.

Generell kann davon ausgegangen werden, dass es sich lediglich noch um die so genannten Stecksysteme handelt, die dem Barebone-Computer fehlen. Vorsicht ist insofern geboten, dass die teils sensiblen Einzelteile beim Einbau schnell beschädigt bzw. zerstört werden können. Eine Maßnahme hierzu ist beispielsweise ein Erdungsarmband, das eine statische Aufladung verhindert.

Für einige Nutzer maßgeblich sind ferner das Design eines Computergehäuses sowie integrierbare Beleuchtungskörper. Beliebt sind unter anderem futuristisches Aussehen, Glasgehäuse mit zugehöriger Innenbeleuchtung, Blinklichter, etc. Die wohl bekanntesten Barebone-PCs werden durch die Firma Shuttle am Weltmarkt platziert.

Nach Abschluss der Hardwarezusammensetzung wird der einstige Barebone-PC mit einem entsprechenden Betriebssystem (z.B. Windows, Linux, Mac) ausgestattet und die sonst benötigte Software installiert. Somit wurde seitens des Nutzers, der nun auch als Hersteller des Computers bezeichnet werden kann, mittels einem Baukastenprinzip ein Komplettsystem nach eigenen Vorstellungen aufgebaut. Für dessen völlige Funktionsfähigkeit er überdies die Eigenverantwortung übernehmen muss. Garantieleistungen sind lediglich auf die einzelnen PC-Bausteine erhältlich.

Der Kostenpunkt für einen Barebone-PC ist normaler Weise äußerst günstig, bei durchschnittlich 100 bis 500 Euro, angesiedelt. Zu beachten gilt jedoch immer die Ausschreibung des anbietenden Händlers, der exakt auf die vorhandenen Bestandteile des Barebone-PCs hinweisen muss. Je nachdem, welche Einzelteile noch hinzukommen, kann sich der Preis für den fertigen PC in unendliche Dimensionen weiten. Im Gegenzug muss aber der Vorteil gesehen werden, dass ein absolut individuelles Arbeitswerkzeug zur perfektionierten Nutzung erstellt wurde.